Egal aus welchem Grund du mit Yoga angefangen hast. Ob weil du einfach fit, flexibel und beweglich werden, deine Balance verbessern oder innere Ruhe und Gelassenheit finden wolltest. Für die meisten unserer Teilnehmer/innen ist Yoga meist schon nach kurzer Zeit viel mehr als der eine Grund geworden weshalb sie angefangen haben. Und bei der einen oder dem anderen taucht irgendwann die Frage auf „Soll ich vielleicht eine Yogalehrerausbildung machen, um noch tiefer einzusteigen?“
Um dir ein wenig mehr zu erzählen wie so eine Yogalehrerausbildung ist, was sie mit dir macht und was sie dir bringt berichten Julia und Ina hier ihre ganz persönlichen Erfahrungen, die sie in ihrer Yogalehrerausbildung gemacht haben.
Was war für dich der Beweggrund eine Yogalehrerausbildung zu machen?
Julia: Der Hauptbeweggrund mit Yoga anzufangen war meine erste Schwangerschaft. Da es dann auf hier auf Norderney kein Angebot für Yoga gab, kam der Gedanke auf: „Dann werde ich eben selbst Yogalehrerin.“. Ich wollte einfach weiter Yoga praktizieren und auch die Tiefe des Yoga-Wissens haben, um es anzubieten zu können.
Ina: Mich haben früher eigentlich immer die „Auspower“-Bewegungsarten angesprochen – bis Julia mich im Rahmen meines Ernährungswissenschaft-Praktikums bei ihr in meine erste Yoga-Stunde eingeladen hat. So langsam und bewusst zu praktizieren hat mich total herausgefordert und mir dabei aber auch extrem gut getan. Ich habe dann selbst auf der Yogamatte ganz viel ausprobiert und mich dann noch mit ganz wenig Erfahrung direkt für die Ausbildung angemeldet.
Wieviel Yoga-Erfahrung hattest du vor der Ausbildung?
Julia: Bevor ich die Ausbildung angefangen habe, habe ich ungefähr schon drei Jahre Yoga gemacht.
Ina: Ein halbes Jahr Self-Practice, eine handvoll Yogastunden, Wissen aus ein/zwei Büchern und Übung mit einigen Youtube-Videos – also nicht sehr viel
Was für eine Ausbildung hast du gemacht und wie ist die Ausbildung abgelaufen?
Ina: Ich habe mich für eine 200h Ashtanga-Vinyasa Kompaktausbildung in einer kleinen Yoga-Schule in Andalusien entschieden. Die Ausbildung ging über einen Monat und fand an 6 Tagen in der Woche statt. Gewohnt haben wir alle gemeinsam in einer Finca in dieser Zeit. Jeden Tag hatten wir unterschiedliche Unterrichtsstunden (z.B. Anatomy, Teaching Methodology, Pholosophy und Sequencing) und haben auch jeden morgen selbst 2 Stunden Asana, Meditation und Pranayama praktiziert. Ich fand es war eine tolle und intensive Zeit!
Julia: Ich habe angefangen mit einer Yogatherapieausbildung im Kompaktstudium, dann mit einer Kompaktausbildung 200h, und dann noch die +300 Stunden als Jahresausbildung plus Hospitanz und Co-Referenz bis zur Ausbilderin. Ich war erst in Wiesbaden bei einer Akademie und dann in Hamburg und fand beides toll. Sowohl das Kompakte als auch das über das Jahr erstreckte, weil man dann natürlich schon laufend Erfahrung bekommen hat.
Würdest du sagen, dass die Ausbildung dein Leben verändert hat und wenn ja inwiefern?
Julia: Yoga hat in jedem Fall mein Leben verändert, weil ich die Philosophie und die Gedanken des Yoga immer wieder in meinen Alltag integrieren kann, also vor allem die Themen der Achtsamkeit, Selbstfürsorge, Umgang mit mir und mit anderen Menschen, betrachtender werden. Ich lebe mehr mit meinem Körper als gegen ihn zu arbeiten.
Ina: Ja definitiv! Tatsächlich hatte ich in der Ausbildung selbst noch gar nicht das Gefühl so eine „Life-Changing-Experience“ zu machen (das hatte ich vorher irgendwie erwartet), dafür war es über die Art des Yoga (Ashtanga ist sehr strukturiert und sportlich) und auch die Unterrichtsstunden zu „geerdet“, also vielleicht zunächst etwas weniger spirituell verändernd als ich dachte, das kam dann eher im Nachgang der Ausbildung. Denn es wurde dort vieles angestoßen, was doch einen sehr nachhaltigen Effekt auf mein Leben hatte. Ich bin mit der ayurvedischen Gesundheitslehre in Kontakt gekommen, mit Pranayama und Meditation und auch mit Mantra-Chanten, was ich alles im Nachhinein aufgegriffen und praktiziert habe. Und nicht zuletzt hat es natürlich vor allem beruflich dann eben die Veränderung gebracht tatsächlich Yogalehrerin zu werden, was ja mittlerweile auch meine Haupt-Tätigkeit ist. Und ja, Yoga hat auf jeden Fall mehr Achtsamkeit in mein Leben gebracht, ganz viel positive Energie und Ressourcen, die mir in den verschiedensten Situationen immer wieder helfen.
Hast du dich nach der Ausbildung bereit gefühlt eine Yoga-Stunde zu unterrichten?
Ina: Tatsächlich ja! Das hätte ich mir nach der Hälfte der Ausbildung noch überhaupt nicht vorstellen können, dass ich mich da am Ende bereit dazu fühle. Die erste Stunde habe ich dann recht zeitnah nach der Ausbildung als Vertretungslehrerin in einem großen Yogastudio unterrichtet. Das war natürlich schon aufregend, aber irgendwie gings einfach los und so mit dem Unterrichten kam dann auch die Routine und Erfahrung. Mein Tipp an jeden, der sich für eine Ausbildung entscheidet und gern unterrichten möchte wäre auf jeden Fall, dass du am besten direkt im Anschluss ins Unterrichten übergehst, so fand ich es leichter.
Julia: Ich habe mich schon nach den ersten 100 Stunden Ausbildung bei der Akademie in Wiesbaden bereit gefühlt zu unterrichten, stand aber vorher auch schon für andere Sachen vor Gruppen – also hatte da einfach auch schon wenig Berührungspunkte. Nach den 100h war ich aber gut vorbereitet und konnte das Erlernte schnell und gut umsetzten.

Vielleicht können dich unsere Erfahrungen inspirieren dich auch für eine Yogalehrerausbildung zu entscheiden oder dir ein Wegweiser sein, ob eine Ausbildung das richtige für dich ist, und wenn ja welche.
Dieses Jahr bietet Julia auch das erste mal eine Ausbildung auf Norderney bei uns in der Yogapraxis an in Kooperation mit Unit Yoga. Vom 5. Bis 13.9.2026 findet eine Basis-Yogalehrerausbildung über 100h bei uns statt. Die praktischen Stunden finden in diesem Zeitraum hier bei uns auf Norderney statt, der Anatomie-Teil findet in Form von Videos oder einer online Schulung statt.
In der Ausbildung lernst du eigenständig eine Basis-Yoga-Klasse zu sequenzieren, verschiedene Asana anzuleiten und dich und die Teilnehmer in den Asanas richtig auszurichten und die Übungen korrekt auszuführen.
Wenn du im Anschluss über die Basics noch hinausgehen möchtest, dann ist ein Aufbau über Wochenendblöcke z.B. in Hamburg, Lüneburg oder Wiesbaden möglich.
Eine Unterkunft ist nicht im Preis enthalten.
Mehr Informationen findest du hier:
https://www.unit-ausbildung.de/yoga-ausbildung-100h-aya/
Vom 20.- 22. November 2026 wartet dann noch ein tolles Retreat auf dich – extra für Yogalehrende. Nach dem Motto „It’s your turn“ kannst du hier ganz für dich auffüllen, Impulse finden und in den Austausch kommen.




